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<title>Pfarrkirche Stoitzendorf</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Pfarrkirche Stoitzendorf</span></h1>
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<p>Die <b>Pfarrkirche <i>„zum <a href="Leopold_III._(%C3%96sterreich)" title="Leopold III. (Österreich)">heiligen Leopold</a></i>“</b> ist eine <a href="Ostung" title="Ostung">geostete</a> <a href="R%C3%B6misch-katholische_Kirche" title="Römisch-katholische Kirche">römisch-katholische</a> Kirche mit Westturm in der <a href="Katastralgemeinde" title="Katastralgemeinde">Katastralgemeinde</a> Stoitzendorf der <a href="Gemeinde_(%C3%96sterreich)" title="Gemeinde (Österreich)">Stadtgemeinde</a> <a href="Eggenburg" title="Eggenburg">Eggenburg</a> in <a href="Nieder%C3%B6sterreich" title="Niederösterreich">Niederösterreich</a>.
</p><p>Sie gehört dem <a href="Dekanat_Sitzendorf" class="mw-redirect" title="Dekanat Sitzendorf">Dekanat Sitzendorf</a> im <a href="Vikariat_Unter_dem_Manhartsberg" title="Vikariat Unter dem Manhartsberg">Vikariat Unter dem Manhartsberg</a> an und steht gemäß Verordnung des <a href="Bundesdenkmalamt" title="Bundesdenkmalamt">Bundesdenkmalamtes</a> unter <a href="Denkmalschutz#Österreich" title="Denkmalschutz">Denkmalschutz</a> (<a href="Liste_der_denkmalgesch%C3%BCtzten_Objekte_in_Eggenburg#Q14912735" title="Liste der denkmalgeschützten Objekte in Eggenburg">Listeneintrag</a>).
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Pfarr-_und_Baugeschichte">Pfarr- und Baugeschichte</h2></div>

<p>Der Vorgängerbau der Pfarrkirche wurde im Jahre 1467 als <a href="Jakobskirche" title="Jakobskirche">Jakobskapelle</a> <a href="Kirchweihe" title="Kirchweihe">geweiht</a>. Im 16.&nbsp;Jahrhundert wurde die Kapelle dem <a href="Stift_Klosterneuburg" title="Stift Klosterneuburg">Stift Klosterneuburg</a> <a href="Inkorporation_(Kirche)" title="Inkorporation (Kirche)">inkorporiert</a> und erhielt das <a href="Patrozinium" title="Patrozinium">Patrozinium</a> des heiligen Leopold. Nach einer Zerstörung wurde der Kirchenbau im Jahre 1620 erneuert und erhielt im Jahre 1740 seinen Westturm. Nach einer baulichen Veränderung im Jahre 1783 wurde Stoitzendorf im darauffolgenden Jahr zur <a href="Pfarrei" title="Pfarrei">Pfarre</a> erhoben. In der zweiten Hälfte des 19.&nbsp;Jahrhunderts erfolgte eine Umgestaltung des Kirchenbaues.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Baubeschreibung">Baubeschreibung</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Außen"><span id="Au.C3.9Fen"></span>Außen</h3></div>
<p>Das im Kern <a href="Gotik" title="Gotik">gotische</a> <a href="Langhaus_(Kirche)" title="Langhaus (Kirche)">Langhaus</a> mit <a href="Satteldach" title="Satteldach">Satteldach</a> und umlaufendem <a href="Gesims" title="Gesims">Kaff- und Traufgesims</a> ist im Norden und Süden mit je zwei und im Westen mit einem Strebepfeiler versehen. Diese Pfeiler mit <a href="Wasserschlag_(Architektur)" title="Wasserschlag (Architektur)">Wasserschlag</a> sind übereck gestellt und haben geschwungene <a href="Giebel" title="Giebel">Spitzgiebel</a> und <a href="Pultdach" title="Pultdach">Pultdächer</a>. Die <a href="Spitzbogen" title="Spitzbogen">Spitzbogenfenster</a> des Langhauses liegen in tiefen <a href="Laibung" title="Laibung">Laibungen</a>. Südlich bildet ein spätgotisches verstäbtes Rechteckportal aus dem Ende des 15.&nbsp;Jahrhunderts einen Zugang zur Kirche.
</p><p>Im Westen wird das Langhaus von einer geschwungene Giebelmauer mit Putzschnecken aus dem Ende des 18.&nbsp;Jahrhunderts abgeschlossen. Dieser Giebelmauer mittig vorgestellt ist der Turm mit quadratischem Grundriss, der durch Gesimse in zwei Geschoße geteilt ist. Ein Rechteckportal an der Westseite des Turmes bildet den zweiten Zugang zum Kirchenraum. Darüber befindet sich ein Flachgiebel, der von <a href="Volute" title="Volute">Voluten</a> getragen wird, gefolgt von einem Rechteckfenster und einem <a href="Ochsenauge_(Architektur)" title="Ochsenauge (Architektur)">Okulus</a>. Das Schallgeschoß hat Rundbogenfenster. Der Turm hat einen <a href="Helm_(Architektur)" title="Helm (Architektur)">Pyramidenhelm</a> mit integrierten Uhrengiebeln, der von einer <a href="Turmkugel" title="Turmkugel">Turmkugel</a> und einem Kreuz bekrönt wird. Der Zugang zum Turm wird durch ein an der Nordseite angebautes achteckiges Treppentürmchen mit Pyramidendach erschlossen.
</p><p>Der niedrige spätgotische eingezogene <a href="Chor_(Architektur)" title="Chor (Architektur)">Chor</a> stammt aus dem 15.&nbsp;Jahrhundert. Vier Strebepfeiler im Osten und einer im Süden sind mit Wasserschlägen, Pultschrägen und Pultdächern ausgestattet. Je ein Spitzbogenfenster befindet sich an der Süd- und Nordseite des Chores. An der Nordseite ist ein niedriger <a href="Sakristei" title="Sakristei">Sakristeianbau</a> aus dem 15.&nbsp;Jahrhundert.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Innen">Innen</h3></div>

<p>Der Innenraum und der etwas niedrigere Chor mit <a href="F%C3%BCnfachtelschluss" title="Fünfachtelschluss">Fünfachtelschluss</a> sind flach gedeckt. Die Decke weist reichliche Bemalung auf. Die <a href="Empore" title="Empore">Empore</a> im Westen aus dem 19.&nbsp;Jahrhundert ruht auf zwei <a href="Toskanische_Ordnung" title="Toskanische Ordnung">toskanischen</a> <a href="S%C3%A4ule" title="Säule">Säulen</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Ausstattung">Ausstattung</h2></div>
<p>Auf dem neugotischen <a href="Hochaltar" title="Hochaltar">Hochaltar</a> befinden sich <a href="Polychromie" title="Polychromie">polychromierte</a> barocke Figuren der Heiligen <a href="Simon_Petrus" title="Simon Petrus">Peter</a> und <a href="Paulus_von_Tarsus" title="Paulus von Tarsus">Paul</a>. Weitere polychromierte Holzfiguren aus der Zeit um das Jahr 1800 im Langhaus stellen die Heiligen <a href="Sebastian_(Heiliger)" title="Sebastian (Heiliger)">Sebastian</a>, <a href="Rochus_von_Montpellier" title="Rochus von Montpellier">Rochus</a>, <a href="Johannes_Nepomuk" title="Johannes Nepomuk">Johannes Nepomuk</a> und <a href="Leonhard_von_Limoges" title="Leonhard von Limoges">Leonhard</a> sowie eine <a href="Unbefleckte_Empf%C3%A4ngnis" title="Unbefleckte Empfängnis">Immaculata</a> dar. An der Südwand des Langhauses hängt das ehemalige Altarbild des heiligen <a href="Augustinus_von_Hippo" title="Augustinus von Hippo">Augustinus</a> aus dem Jahre 1730. Der Taufstein stammt aus der zweiten Hälfte des 18.&nbsp;Jahrhunderts.
</p><p>In der Sakristei mit Fenstern aus dem Anfang des 20.&nbsp;Jahrhunderts steht eine polychromierte Figur des Auferstandenen aus dem Ende des 18.&nbsp;Jahrhunderts.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Orgel">Orgel</h3></div>
<p>Die <a href="Orgel" title="Orgel">Orgel</a> wurde von <a href="Joseph_Silberbauer" class="mw-redirect" title="Joseph Silberbauer">Joseph Silberbauer</a> begonnen und um 1805 von <a href="Ignaz_Reinold" title="Ignaz Reinold">Ignaz Reinold</a> vollendet.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Sie kostete 630 <a href="Gulden" title="Gulden">Gulden</a> und wurde [...] <i>am 28. July 1805 zum ersten mal geschlagen.</i> [...] <i>Die alte Orgel wurde auf <a href="R%C3%B6schitz" title="Röschitz">Röschitz</a> in die Kapelle um 90 fl. verkauft.</i><sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><a href="Dehio_Nieder%C3%B6sterreich_n%C3%B6rdlich_der_Donau_1990" title="Dehio Niederösterreich nördlich der Donau 1990">Dehio Niederösterreich nördlich der Donau 1990</a>, Stoitzendorf, Pfarrkirche hl. Leopold, Seite 1141.</li>
<li>Ivo Sebald: <cite style="font-style:italic">Auszüge aus einem <a href="Sonstiges" title="Sonstiges">Miscellanenbande</a> im Pfarrarchive zu Stoizendorf</cite>. In: <a href="Verein_f%C3%BCr_Geschichte_der_Stadt_Wien" title="Verein für Geschichte der Stadt Wien">Alterthums-Verein zu Wien</a> (Hrsg.): <cite style="font-style:italic">Monatsblatt der Alterthums-Vereines zu Wien Nr. 7 und 8; 3. Band, 9. Jahrg.</cite> Wien 1892, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>193–198</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Pfarrkirche+Stoitzendorf&amp;rft.atitle=Ausz%C3%BCge+aus+einem++Miscellanenbande+im+Pfarrarchive+zu+Stoizendorf&amp;rft.au=Ivo+Sebald&amp;rft.btitle=Monatsblatt+der+Alterthums-Vereines+zu+Wien+Nr.+7+und+8%3B+3.+Band%2C+9.+Jahrg.&amp;rft.date=1892&amp;rft.genre=book&amp;rft.pages=193-198.&amp;rft.place=Wien" style="display:none">&nbsp;</span></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblink">Weblink</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Pfarrkirche_Stoitzendorf?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Pfarrkirche Stoitzendorf</a></span></b>&nbsp;– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.suedmaehren.eu/?option=com_content&amp;view=article&amp;id=21&amp;Itemid=52&amp;lang=de">Ignaz Reinold in „Bedeutende Südmährer“</a> aufgerufen am 15. August 2013</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Ivo Sebald: <cite style="font-style:italic">Auszüge aus einem Miscellanenbande im Pfarrarchive zu Stoizendorf</cite>. In: <a href="Verein_f%C3%BCr_Geschichte_der_Stadt_Wien" title="Verein für Geschichte der Stadt Wien">Alterthums-Verein zu Wien</a> (Hrsg.): <cite style="font-style:italic">Monatsblatt der Alterthums-Vereines zu Wien Nr. 7 und 8; 3. Band, 9. Jahrg.</cite> Wien 1892, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>193–198;&nbsp;S.&nbsp;198</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Pfarrkirche+Stoitzendorf&amp;rft.atitle=Ausz%C3%BCge+aus+einem+Miscellanenbande+im+Pfarrarchive+zu+Stoizendorf&amp;rft.au=Ivo+Sebald&amp;rft.btitle=Monatsblatt+der+Alterthums-Vereines+zu+Wien+Nr.+7+und+8%3B+3.+Band%2C+9.+Jahrg.&amp;rft.date=1892&amp;rft.genre=book&amp;rft.pages=193-198%3B+S.+198.&amp;rft.place=Wien" style="display:none">&nbsp;</span></span>
</li>
</ol>
<p><span class="geo noexcerpt" style="display:none"><span class="body"></span><span class="latitude">48.647912</span><span class="longitude">15.866017</span><span class="elevation"></span></span><span id="coordinates" class="coordinates -print"><span title="Koordinatensystem WGS84">Koordinaten: </span><a class="external text" href="geo:48.647912,15.866017"><span title="Breitengrad">48°&nbsp;38′&nbsp;52,5″&nbsp;<abbr title="Nord">N</abbr></span>, <span title="Längengrad">15°&nbsp;51′&nbsp;57,7″&nbsp;<abbr title="Ost">O</abbr></span></a></span>
</p></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
Dieser Artikel wurde von <a class="external text" title="Zuletzt bearbeitet am 2025-10-11" href="https://de.wikipedia.org/wiki/?title=Pfarrkirche_Stoitzendorf&amp;oldid=260496579">Wikipedia</a> herausgegeben. Der Text ist unter <a class="external text" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de">Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0</a> verfügbar, sofern nicht anders angegeben. Für die Mediendateien können zusätzliche Bedingungen gelten.
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